Initiativen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden Pforzheim
 

Aktuelles aus der ACG Pforzheim



Theologisches Theater-Café 11. Oktober 2020, 16.30

Jünger Jesu! Und Verräter?

Wer war Judas eigentlich? - Eine (neue) Einordnung

Vortrag zwischen Theologie und Literatur mit Klaus Haarlammert, Theologe und Publizist

Landläufig gilt Judas als der Verräter, der Jesus an die Soldaten überliefert hat. Dieses Bild von Judas entstand schon in der Zeit der Evangelien, die sich gegen „die“ Juden abgrenzten, und setzte sich im Lauf der Geschichte immer mehr fest. Im Lauf der Zeit erhielt dieses Judas-Bild noch dazu äußerst starke Überzeichnungen – mit verheerenden Folgen. Doch genauso gab es immer schon – und in jüngerer Zeit sehr deutlich und höchst exponiert – Zweifel, ob dieses Bild von Judas richtig ist. Wer war Judas eigentlich? In der Literatur gibt es bereits seit längerem bemerkenswerte Zeugnisse einer starken Revision des klassischen Judas-Bildes, die – vor allem in jüngster Zeit – Judas rehabilitieren, freisprechen (zum Beispiel Walter Jens, Amos Oz). Lässt sich dies auch theologisch begründen? Was sagen die Evangelien? Wie steht Jesus zu Judas? Muss das Judas-Bild auch vom biblischen Zeugnis her revidiert werden? Tatsächlich sind da interessante Ansätze und Verknüpfungen zu entdecken. Vorurteilsfrei (!) und offen nach Antworten auf diese (und noch andere) Fragen zu suchen, ist ein hoch spannendes Unterfangen – letzten Endes nicht nur im Blick auf die Person des Judas. Ein Schwerpunkt des Vortrages ist der Blick auf das Drama „Ich, ein Jud“ von Walter Jens, das schon oft auf deutschen Bühnen als „Ein-Mann-Drama“ gespielt wurde, z.B. mit Bruno Ganz, zuletzt mit Ben Becker, der mit diesem Stück 2019 eine Deutschland-Tour machte.

Sonntag, 11. Oktober 2020 16.30 - 18.00 Uhr Foyer im Stadttheater Pforzheim, Am Waisenhausplatz 5, Veranstaltung kann wegen Corona in die Herz-Jesu-Kirche verlegt werden!,

Eintritt: 4 €

Gemeinsame Veranstaltung der Bildungszentren Pforzheim und Karlsruhe (Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg), der Evangelischen Erwachsenenbildung Pforzheim, der Ökumenischen Citykirche Pforzheim und des Theaters Pforzheim.

Tobias Gfell, Weiherstr. 3, 75173 Pforzheim, 07231/4154683



Aufruf zum Gebet in der Zeit der Corona-Krise

Zurzeit können aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr und der rapiden Verbreitung des „Corona-Virus“ keine Gottesdienste in unseren Kirchen stattfinden. Deswegen suchen wir nach anderen Formen, unseren Glauben miteinander zu leben und rufen alle Christ*innen in unserer Stadt ab Mittwoch, 25. März zum gemeinsamen Hausgebet auf:

  • Dazu laden jeden Abend um 19.30 Uhr unsere Kirchenglocken ein.
  • Zu Beginn wird eine Kerze entzündet.
  • Ein persönliches Gebet oder ein tagesaktuelles Gebet wird gesprochen, welches online (z. B. www.ekiba.de) zur Verfügung steht.
  • Hilfe für das Gebet in der Hausgemeinschaft, oder auch alleine, bieten auch unsere Gebet- und Gesangbücher in den verschiedenen Gemeinden der ACG.
    Zum Beispiel im Evangelischen Gesangbuch empfehlen wir besonders die Gebete unter der Nummer 861.2 bis 863.
    Im Gesangbuch der Evangelisch-methodistischen Kirche die Nummern 739-768.
    Im katholischen Gotteslob die Gebete unter der Nummer 17 und die Andacht „Kreuz und Leiden“ unter der Nr. 675.
  • Als Schriftlesungen aus der Bibel schlagen wir die Texte entsprechend dem ökumenischen Bibelleseplan vor, der in einigen Kirchen ausliegt, oder auch online (https://www.bibelwerk.de/verein/was-wir-bieten/oekumene/) zur Verfügung steht. In den Herrnhuter Losungen finden sich diese Texte unter „Bl“.
  • Als fester Bestandteil wird das Gebet des Herrn, das „Vater unser“ gesprochen.

Ansonsten sind viele unserer Kirchen zum persönlichen Gebet tagsüber geöffnet.

Unsere Seelsorger*innen stehen Ihnen gerne per Telefon, über E-Mail oder nach persönlicher Vereinbarung zur Verfügung.

Wenden Sie sich bitte an unsere Pfarrbüros, wenn Sie Hilfen beim Einkauf oder sonstigen wichtigen Erledigungen brauchen – und melden Sie sich, wenn Sie in dieser Zeit anderen helfen können oder wollen.

Im Gebet und in der Hilfe für andere können wir in dieser Zeit unser Christsein miteinander leben. Bleiben wir so als Christ*innen in unserer Stadt miteinander in Verbindung!