Initiativen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden Pforzheim
 

Aktuelles aus der ACG Pforzheim



Zwischen Himmel und Erde

am 28. September 19 Uhr in der Barfüßerkirche.

Eine herbstliche Auftakt-Veranstaltung der besonderen Art bietet einmal mehr die Ökumenische Citykirche in der Barfüßerkirche in Pforzheim. 'Zwischen Himmel und Erde' stellt am 28. September 2018 um 19 Uhr einen stimmigen Einstieg in das Erntedankfest dar. Für die himmlische Musik stehen Franziska Tiedtke, Sopran und Jonas Khalil, Gitarre. „Himmlische und erdige“ Texte hat Pastoralreferent Tobias Gfell ausgewählt, die ergänzend und kontrastreich der Musik folgen. Dem musikalischen soll sich dann auch ein kulinarischer Genuss anschließen, denn zum Abschluss des etwa einstündigen Programms reicht Barbara Schatz passend zum Thema eine Kartoffelsuppe.

Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Kosten wird um Spenden gebeten.
Mehr Informationen zu den Künstlern unter www.oekumenische-citykirche-pforzheim.de


„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“

Auf der Suche nach den Grundlagen unseres Miteinanders im Dialog der Religionen

Theologisches Café

Prof. Klaus Müller, Karlsruhe

Sonntag, 30. September 2018, 16.30 Uhr

Die Beziehungsarbeit zwischen den Kulturen und Religionen wird mehr und mehr zu einer Grundaufgabe, an der sich das Wohl unserer Gesellschaft entscheiden wird.

Martin Bubers Satz „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ ist in einem tiefen Sinne auch wahr für die Kirche. Sie verdankt sich der Begegnung mit dem sich im Juden Jesus offenbarenden lebendigen Gott; sie existiert nicht anders als im immerwährenden Sich-Begegnen mit den Menschen, die von Gott dem Schöpfer auf eine Beziehung zu ihm hin angelegt sind. Die Kirche ist von Anfang an der Überzeugung, dass Gottes Wille zur Begegnung mit seinen Geschöpfen nicht auf den Binnenraum des christlichen Bekenntnisses begrenzt sein kann – sie macht, um es mit den Worten Karl Barths zu sagen, auch außerhalb der Kirche wahre Lichter und wahre Worte aus. Sie nimmt wahr: Religionen in ihrer Vielfalt können Begegnungsräume mit Gott sein und werden.

Jene „Begegnungsräume“ sieht die Kirche von allem Anfang an in sorgfältiger Differenzierung: Im Gespräch der Religionen steht die Beziehung der Kirche zum Judentum zuvörderst; sie bezeugt Gottes unverbrüchlichen Bund mit seinem Volk. Der christlich-jüdischen Beziehung am nächsten kommt das Verhältnis der Kirche zum Islam. Der eine Gott zwischen Christen, Juden und Muslimen ruft zu einem Miteinander in Differenz, zu einer auch interreligiös verstandenen „versöhnten Verschiedenheit“.

Aus dieser Begegnung im Dialog der Religionen erwachsen Grundlagen für ein Leben in Würde, Gerechtigkeit, Würde und Frieden – mit den Worten von Hans Küng gesprochen: Es wird keinen Frieden der Völker geben ohne einen Frieden der Religionen.

Pfarrer Dr. Klaus Müller, Jg. 1955, ist Beauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden für das Interreligiöse Gespräch und außerplanmäßiger Professor für Praktische Theologie an der Universität Heidelberg.

Foyer des Stadttheaters Pforzheim, Am Waisenhausplatz 5

Eintritt: 4 €

Gemeinsame Veranstaltung der Bildungszentren Pforzheim und Karlsruhe (Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg), der Evangelischen Erwachsenenbildung Pforzheim, der Ökumenischen Citykirche Pforzheim und des Theaters Pforzheim.


Friedensappell

In zunehmender Deutlichkeit wird uns in diesen Tagen die Brutalität und Härte der Konflikte im Nahen Osten, in der Ukraine und in Afrika vor Augen geführt.

Gemeinsam mit unseren jüdischen und muslimischen Mitmenschen lehnen wir Christen hier in Pforzheim den Weg der Gewalt ab. Wir treten ein für Dialog, Akzeptanz und das gemeinsame Ringen um Annäherung und Verständnis.

Mit Erschrecken stellen wir fest, dass sich die Spirale von Gewalt und Gegengewalt durch gegenseitige Provokationen und Schuldzuweisungen immer weiter verstärkt. Deshalb lehnen wir es ab, wenn – trotz allem Verständnis für Betroffenheit und Wut angesichts der vielen unschuldigen Opfer – die eine oder andere Seite herabgewürdigt oder diffamiert wird. Wir widersprechen allen Hetzparolen oder rassistischen Provokationen gegen einzelne Gruppen – gleich ob Juden, Christen oder Muslime. Solches Verhalten trägt letztlich zur Eskalation der Lage bei, verfestigt Vorurteile und fördert den Hass zwischen den Religionsgemeinschaften und Nationalitäten.

Wir sind der festen Überzeugung, dass eine dauerhafte Befriedung nur über den Weg des Gewaltverzichtes gelingen kann. Darum setzen wir den Dialog über religiöse, nationale und weltanschauliche Grenzen hinweg fort und lassen uns von unseren positiven Erfahrungen der letzten Jahre im interreligiösen Dialog motivieren, den Weg der Friedens und der Versöhnung weiterzugehen. Wir tun dies im Vertrauen auf die friedensstiftende Kraft der Religionen. 

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  • Evangelisches Dekanat Pforzheim
  • Katholisches Dekanat Pforzheim